Bildungsempfehlung Gymnasium Sachsen (Grundschulempfehlung):

Neuregelung Bildungsempfehlung Sachsen:

Bitte beachten Sie, daß die Regelungen zur Bildungsempfehlung Sachsen zum Schuljahr 2010/2011 neu gefaßt wurden:

  • Die Bildungsempfehlung wird nunmehr auch unter Einbeziehung der Noten im Fach Sachunterricht erteilt und zugleich wurde der Notendurchschnitt für die Erteilung der Bildungsempfehlung auf 2,0 angehoben.
  • Die Aufnahmeprüfung wurde "abgeschafft" und stattdessen die "Eignungsprüfung" eingeführt.

Im einzelnen:

Bildungsempfehlung Sachsen als verbindliche Entscheidung:

Sachsen gehört zu den Bundesländern, bei denen der Zugang zu einer bestimmten weiterführenden Schule von subjektiven Zugangsbeschränkungen geregelt ist.

  • Solche subjektiven Zugangsbeschränkungen werden in der Rechtsprechung als zulässig erachtet, d.h. solange diese politisch gewollt sind, wird es grundsätzlich dabei verbleiben.
  • Allerdings kann auch die Bildungsempfehlung keineswegs willkürlich erfolgen: Die wesentlichen Inhalte der Bildungsempfehlung sind durchaus angreifbar, auch wenn die Schulen dies gegenüber Eltern oftmals anders darstellen.

Voraussetzungen für die Bildungsempfehlung Gymnasium Sachsen - Halbjahresinformation:

Die Bildungsempfehlung Sachsen wird - wie bisher - zunächst in der Halbjahresinformation erteilt (§ 21 SOGS), wobei sich die Anforderungen geändert haben:

  • Die Bildungsempfehlung für das Gymnasium wird erteilt, wenn der Durchschnitt der Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht in der Halbjahresinformation 2,0 oder besser ist, keines dieser Fächer mit der Note "ausreichend" oder schlechter benotet wurde
  • und das Lern- und Arbeitsverhalten des Schülers, die Art und Ausprägung seiner schulischen Leistungen und seine bisherige Entwicklung erwarten lassen, daß er den Anforderungen des Gymnasiums in vollem Umfange entsprechen wird.

Insofern hat Sachsen die Bildungsempfehlung auf ein breiteres Fundament gestellt, indem neben Deutsch und Mathematik nunmehr auch die Leistungen im Sachunterricht für den Notendurchschnitt herangezogen werden. Hierdurch hat sich Sachsen vom "klassischen Modell" der ausschließlichen Berücksichtigung der Fächer Deutsch und Mathematik verabschiedet und an das Übertrittsverfahren Bayern angenähert, das beim Übertrittszeugnis ebenfalls diese 3 Fächer zugrunde legt

Gleichzeitig wurden die Anforderungen an die Bildungsempfehlung Sachsen für das Gymnasium mit der Anhebung des Notenschnitts auf "2,0" massiv erhöht, was deutschlandweit einmalig ist.

Im übrigen wurde das Modell der Grundschulempfehlung Baden-Württemberg mit "wachsweichen Zusatzkriterien" wie Lern- und Arbeitsverhalten beibehalten.

Für eine Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Voraussetzungen für die Bildungsempfehlung Gymnasium Sachsen - Ende des Schuljahres:

Gleichgeblieben ist die weitere Möglichkeit eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium am Schuljahresende zu erhalten, wobei auch hier die Voraussetzungen angepaßt wurden (§ 21 SOGS):

  • Die Bildungsempfehlung für das Gymnasium wird erteilt, wenn der Durchschnitt der Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht am Ende des Schuljahres 2,0 oder besser ist
  • und das Lern- und Arbeitsverhalten des Schülers, die Art und Ausprägung seiner schulischen Leistungen und seine bisherige Entwicklung erwarten lassen, daß er den Anforderungen des Gymnasiums in vollem Umfange entsprechen wird.

Insofern gilt das oben gesagte, da sich die Voraussetzungen für die Bildungsempfehlung Gymnasium in Sachsen zwischen der Halbjahresinformation und dem Jahresendzeugnis nicht unterscheiden.
Für eine Erstberatung oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen  kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Angriffspunkte für die Bildungsempfehlung:

Angreifbar sind bei der Bildungsempfehlung in Sachsen hiernach zunächst die Noten:

  • Ein unzutreffendes Totschlagsargument von Schulen ist es, daß diese wegen des pädagogischen Beurteilungsspielraums felsenfest stünden.
  • Vielmehr können die äußeren Grenzen der Notenbildung ohne weiteres (wie bei jeder Versetzungsentscheidung o.ä.) angegriffen werden.
  • Für eine Erstberatung oder die deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Angreifbar sind selbstverständlich auch die weiteren Kriterien des § 21 Abs. 2 SOGS:

  • Das Lern- und Arbeitsverhalten des Schülers, die Art und Ausprägung seiner schulischen Leistungen und seine bisherige Entwicklung unterliegen ebenfalls allgemein anerkannten Schranken bei der Beurteilung der Kriterien.
  • Für eine Erstberatung hierzu oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Insgesamt ist hiernach festzuhalten, daß in Sachsen (wie auch in Baden-Württemberg) substantiierte Einwände gegen die Bildungsempfehlung ohne weiteres möglich sind. Für nähere Informationen hierzu kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Bitte betätigen Sie den Link Eignungsprüfung Gymnasium Sachsen, um zu dem zweiten Teil des "Aufnahmeverfahrens", der Eignungsprüfung zu gelangen, die ebenfalls das Recht begründen kann, ein Gymnasium zu besuchen (§ 33 SOGY).